Alternatives Tarnzelt


Der Frühling naht und es wird Zeit, die Ausrüstung für die Tierfotografie auf Vordermann zu bringen.
Deshalb stelle ich euch heute eine preiswerte Alternative zu einem Fototarnzelt vor. Verschiedene Händler bieten einfache sogenannte Stoffschränke ohne Innenfächer für wenig Geld an.
Bei Thomas Philipps z. B. ab 10 € und im Dänischen Bettenlager für 19.99 €. Die Maße liegen je nach Modell bei einer Höhe von 160 cm, einer Breite von 87 cm und einer Tiefe von 50 cm. Es ist Platz für eine Person, einen Hocker und Ausrüstung.
An passender Stelle müsst ihr einen Querschnitt in den Stoff schneiden. Hierbei unbedingt auf die passende Sitzhöhe achten.
Dieser Querschnitt dehnt sich beim Durchstecken des Objektivs. Es kann natürlich auch eine größere Öffnung ausgeschnitten werden, hier muss dann allerdings über die Öffnung ein passendes Tuch zum Verschließen genäht werden. Je nach Bedarf kann dieser Stoffschrank einfach modifiziert werden. Als Farben sollten wegen des Tarneffekts dunkle gedeckte Farben gewählt werden.

Fazit:
Mit diesem „Stoffschrank“ hat man eine preiswerte Lösung für das Fotografieren von scheuen Tieren. Dies gilt besonders für Einsteiger in die Tierfotografie, die nicht gleich mit einem teuren professionellen Tarnzelt beginnen möchten.
Grundsätzlich liegt der Vorteil in einem Stoffzelt darin, dass es relativ geräuschlos ist. Günstige Nylonzelte knistern und rascheln.

Anwendung:
Tarnzelte werden vor dem Fotografieren – möglichst am Vortag- aufgestellt. Hierbei muss sichergestellt werden, dass ein geschützter und möglichst geräuschloser Zugang zum Zelt gewährleistet ist.
Wichtiger Hinweis beim Fotografieren von Brutgeschehen:
Der Zugang zum Zelt und das Verlassen des Zeltes muss bei  Abwesenheit der Muttertiere geschehen um das Brutverhalten nicht zu stören. Manche Tiere kommen nach einer Störung erst nach Stunden zurück zum „Nest“. Dies kann bei einer aufeinander folgenden Störung den Tod der Brut bedeuten.

 

Autor: Manfred Funcke